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Am kommenden Wochenende steht in Berlin die dritte und vierte Runde der Schachbundesliga auf dem Programm. "Sicher ist, die Nordlichter werden Favoriten sein" schreibt Conrad Schormann in seiner Vorschau auf schachbundesliga.de. Vermutlich hat der Blick auf unsere Tabellenführung ihn zu dieser optimistischen Einschätzung verleitet. Ich erlaube mir die hohen Erwartungen an unsere 1.Mannschaft ein wenig zu bremsen, denn in der ersten Doppelrunde hatten wir mit Aachen und Düsseldorf das vermeintlich schwächste Reisepartnerduo zu Gast. Ein Schlachtenbummler hat schon seinen Besuch in Berlin angekündigt. Wer der Mannschaft allerdings vom heimischen PC aus die Daumen drücken will, kann das zum Beispiel hier tun.

Hier wieder ein Funfact: Gastgeber König Tegel bestreitet heuer seine achte Bundesligasaison und ist bisher jedes Mal abgestiegen. Während im Laufe der Jahre aber leider immer wieder Mannschaften aus finanziellen Gründen freiwillig aus der Bundesliga zurückgezogen haben, gab es in all den sieben Jahren, in denen Tegel im Oberhaus vertreten war, stets vier sportliche Absteiger und keine Entscheidungen am grünen Tisch.

Kaum sind unsere Bundesligaspieler GM Jonas Bjerre und GM Jesper Thybo Sondergaard nach der anstrengenden 11-rundigen Europameisterschaft wieder zuhause (in Kiels Partnerstadt Aarhus) angekommen, wartet schon das nächste Highlight auf sie. Wie auch Teamkollege IM Filip Boe Olsen, kämpfen sie in Svendborg um den Titel des dänischen Einzelmeisters. Wir drücken ganz besonders fest die Daumen, denn alle drei Doppelbauern sind zwar vielfache dänische Jugendmeister, aber noch keiner von ihnen eroberte den Meistertitel auch bei den Erwachsenen. In Dänemark ist man bezüglich des Turniermodus übrigens etwas unkomplizierter als in Deutschland. Jedes Jahr spielen einfach die neun ELO-stärksten Bewerber, sowie der Sieger der Vormeisterklasse des vergangenen Jahres, ein Rundenturnier mit zehn Teilnehmern. Hier ein Blick auf die diesjährige Startrangliste. An dieser Stelle geht noch einmal ein riesengroßes Dankeschön an Jonas. Im vergangenen Jahr verzichtete er auf die Teilnahme an der dänischen Meisterschaft, um unserem Bundesligateam beim Kampf um den Klassenerhalt zu helfen. Wer das Turnier live im Internet verfolgen möchte, kann das zum Beispiel hier tun.

Noch ein Funfact am Rande: Beim Blick auf die Statistiken der dänischen Meisterschaften ist mir die sensationelle Leistung der internationalen Meisterin Ingrid Larsen aufgefallen. Sie wurde insgesamt 17 mal dänische Frauenmeisterin. Davon das erste Mal im Jahr 1936 mit 26 Jahren und das letzte Mal im Jahr 1983 mit 74 Jahren.

3/7 Tagen der LJEM sind verstrichen und viele Punkte wurden von Doppelbauern geholt. Hier ein kleiner Überblick:

U10

In der U10 spielen die Kieler Moritz und Jonathan (U8) mit. Moritz mit 3/4 Punkten gut dar. Nur gegen den führenden Paul Matti Kutz (Lübecker SV) musste er einen Punkt abgeben. Für Jonathan ist das Turnier mit einem sehr schweren Programm gestartet. Gegen Gegner, welche ausschließlich aus der ersten Tabellenhälfte stammten, konnte er bis jetzt leider keine Punkte holen. Aber in den nächsten Tagen wird er noch punkten.

U10w/U12w

Hanna steht mit aktuell 3/4 ebenso wie Moritz auf dem dritten Platz. In der Doppelrunde am Dienstag verlor sie am Nachmittag gegen die Lübeckerin Ida Klara Kutz.

U12

Die U12 ist in diesem Jahr nur mit sieben anstatt mit 10 Teilnehmern besetzt. Trotzdem läuft es für die Doppelbauern gut. Levi führt aktuell mit 3/3 gemeinsam mit Hanno Hellenbroich (Lübecker SV). Lennik mit 1,5 und Luxuan mit einem Punkt folgen auf dem vierten und fünften Platz.

U14

Nach dem Achtungserfolg von Bjarne aus dem letzten Jahr steht dieser mit 2,5/4 Punkten gut dar. Nur das Vereinsduell gegen Alexander verlor er in Runde eins. Alexander führt gemeinsam mit Justus Sommer (Lübecker SV) mit souveränen 4/4 Punkten die U14 an. Die beiden treffen in Runde acht am Samstag aufeinander.

U16

Auch in der U16 ist ein Doppelbauer in der Führungsgruppe vertreten. Mit 3,5/4 Punkten liegen aktuell Jonas, Frido Sallandt (SV Bad Schwartau) und Philipp Guo (TuRa Harksheide) gemeinsam auf dem ersten Platz.

U18

Etwas spontaner ist Julian erst ins Feld gerutscht und hält gut mit. Mit 2/4 Punkten liegt er im soliden Mittelfeld und nimmt auch der Führungsgruppe Punkte ab.

Dieses Jahr spielen nur maximal 10 TeilnehmerInnen in jeder Altersklasse, da die Corona-Lage in der Planungsphase lange unklar war. Daher ist alles etwas kleiner, aber trotzdem sind alle TeilnehmerInnen voll dabei und haben viel Spaß.

Bei der soeben in Slowenien zu Ende gegangenen Europameisterschaft erlebte das deutsche Schach eine Sternstunde: Matthias Bluebaum ist Europameister 2022!

Für die Mehrzahl unserer Doppelbauern lief das Turnier eher durchwachsen. Ein Highlight aus Kieler Sicht ist jedoch der 4. Platz von Ivan Cheparinov. Während sich viele Spitzenspieler in der Schlußrunde mit einem schnellen remis begnügten und somit ihr Preisgeld und/oder ihre Weltcupqualifikation absicherten, spielte Ivan in der letzten Runde gegen den Franzosen Maxime Lagarde mutig auf Gewinn und stieß noch auf den geteilten 3.Platz vor. Unten stehend die Platzierungen der Doppelbauern. Alle weiteren Ergebnisse und Statistiken finden sich hier.

4. Ivan Cheparinov 8/11

57. Jonas Bjerre 6,5/11

65. David Gavrilescu 6,5/11

85. Jesper Thybo 6,5/11

101. Pawel Teclaf 6/11

123. Tor Frederik Kaasen 6/11

124. Nikita Meshkows 6/11

 

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