Es ist geschafft. Nach zwei Niederlagen konnten in Runde 3 die ersten beiden Mannschaftpunkte eingefahren werden. Die Vorzeichen standen gut, da mit Magnus, Keyvan und Gunnar die nominellen 1 bis 3 mit von der Partie waren. Somit hatte Moritz an Brett 4 bei seinem Debüt ordentliche Rückendeckung. Der Start gegen den Gegner SK Langen I verlief an allen Bretter ausgeglichen. Beim Übergang ins Mittelspiel bekam Magnus leichten Druck und wurde in die Verteidigung gezwungen. Ein zwischenzeitlicher Bauernverlust war die Folge. Zu gleicher Zeit unterlief Keyvan ein sogenannter mouse-slip (Fingerfehler am analogen Brett ;)), welcher ebenfalls zu einem unnötigen Bauerverlust führte. Gunnar an Brett 3 baute sich wie immer grundsolide auf. Moritz nahm inzwischen den weißen König ins Visier, der sich frühzeitig gegen eine sichere Rochade entschied. Mittlerweile mit allen Regeln der Schachkunst ausgestattet, wusste Moritz sofort, dass er dem exponierten König an den Kragen gehen müsse und opferte interessant eine Figur. Zu diesem Zeitpunkt schien es bei Magnus ausgeglichen, bei Keyvan gegen uns, bei Gunnar ausgeglichen und bei Moritz unklar, aber leichter zu spielen für Moritz.

Es zeigte sich, dass nicht der jüngste Rückendeckung der Routiniers brauchte, sondern den Routiniers Rückendeckung gab. Das Opfer gegen den exponierten weißen König ging auf und Moritz holte sich die Figur inklusive zwei Mehrbauern zurück. Das daraus resultierende Turmendspiel war gewonnen und so stand es 1:0 für uns. Die Führung hielt nicht lange an. Nach soliden Abwicklungen und einem ausgeglichenem Turmendspiel schätzte Gunnar seine Stellung scheinbar falsch ein. Statt auf Remis zu spielen musste Gunnar dabei zu sehen, dass der gegnerische Bauer schneller das Umwandlungsfeld erreichte. 1:1 Zwischenstand. Mit viel Glück wäre noch ein 2:2 drinnen gewesen. Die Minusbauern bei Magnus und Keyvan deuteten aber eher Richtung Niederlage. Dass Magnus Turmendspiele beherrscht ist kein Geheimnis. Erst egalisierte er den materiellen Rückstand und kurz danach kam es schließlich zur Punkteteilung. Die Hoffnungen lagen auf Keyvan. Dabei hatte er erst Pech mit dem mouse-slip und dann noch mit einem Disconnect seines Internets. Bei so viel Pech folgte Glück und zwar Zug um Zug. Keyvan verwirrte seinen Gegner mit jedem Zug mehr, dabei war es auch egal, dass er weitere Bauern opferte. Was auch immer mit seinem Gegner los war... Jedenfalls gab es Bauern zurück und mit mal auch eine Figur.

Am Ende doch sehr glücklich, aber es reichte zum 2,5:1,5 Erfolg! Glückwunsch!

Am 26.2. geht es gegen Bayern München II weiter.