Es wurde wieder Schach gespielt und zwar von Angesicht zu Angesicht. Unsere Jugendbundesligisten sind dabei die ersten, die nach der langen Zwangspause wieder an die Bretter durften. Beim Restart kam es ausgerechnet zum Auswärtsspiel bei der besten Jugendauswahl bundesweit, dem Hamburger Schachklub. Auf dem Papier waren die Rollen vor Beginn klar verteilt. Die Aufstellung des HSK machte dann aber ein wenig Hoffnung, da ein paar Lücken festzustellen waren. Bis auf Magnus an Brett 1 war Hamburg aber an jedem Brett nach DWZ favorisiert. Der derzeitige Abstiegsplatz unserer jungen Doppelbauern machte die Sache nicht leichter. Aber auch ein Favorit muss seine Rolle erst unter Beweis stellen. Aus den Startlöchern kamen wir auf alle Fälle sehr gut. Magnus machte sogar frühzeitig in unbekannten Gambit-Style Hoffnungen. Nach gut einer Stunde stand es dann sogar 1:0 für uns. Keyvan blieb bei aggressiven Vorgehens seines Gegners cool und nahm das Geschenk in Form eines Turms an. Diese Führung wahrte aber nicht lange. Auch wir machten Geschenke. Julian verlor irgendwie und irgendwo eine Leichtfigur, so dass der HSK zum 1:1 ausglich. Es entwickelte sich ein spannender Mannschaftskampf. Magnus mit Minusbauer stand hervorragend und erdrückte den unterentwickelten König Zug um Zug. Emil kam ebenfalls super aus der Eröffnung und hatte eine leicht bessere Stellung mit einem isolierten Freibauern. Nach ein paar Verteidigungszügen erholte sich Lukas und konnte ausgleichen. Und auch Levi stand solide im Abtausch-Franzosen. Dieses Bild setzte sich lange fort, so dass man von einem 3,5:2,5 Erfolg träumen zu begann. Leider entwickelte es sich zu einem Alptraum. Wie an Brett 2 und 5 warf Levi urplötzlich auch mit Geschenken um sich und der HSK ging 2:1 in Führung. Lukas bekam vermehrt Druck auf seinen König. Trotz Zeitnot des Gegners musste Lukas die Waffen strecken. Mittlerweile war der Traum nur noch ein 3:3. Magnus heimste mit einer souveränen und schönen Partie einen Punkt zum 2:3 ein. Die Verantwortung lag nun bei Emil. Allerdings erschien dieser Kampf hoffnungslos. Sein Gegner verteidigte sicher, so dass Emil nicht über das Remis hinauskam. Der Alptraum war perfekt. Statt Punktgewinn gingen wir knapp leer aus. Die lange Pause war bei diesem Restart zu spüren und beeinflusste durchaus das Ergebnis. Die Saison wurde somit unglücklich fortgesetzt und der Klassenerhalt ist nun nicht mehr aus eigener Hand zu schaffen. In zwei Wochen am 19. und 20.9. kommt es zum Showdown in Uelzen. Mit welchem Ausgang bleibt abzuwarten…