Am Wochenende 15.2. - 16.2. fand in Kiel die letzte Doppelrunde in der 2. Frauenbundesliga statt. Das größte Problem war vor der Runde, denn durch ein Missverständnis hatten wir zwar einen Schlüssel für das Stuhllager in der Aula, aber keinen Schlüssel, um in die Aula zu gelangen. Mit Hilfe des sehr netten und hilfsbereiten Schulleiter der Max-Planck-Schule Jens-Peter Meißner  konnte es aber gelöst werden, sehr zur Beruhigung der Nerven der Mannschaftsführerin.

Nun folgte die nächste Herausforderung: Der Plan war, die Aula am Freitag schon bundesligatauglich aufzubauen, aber am Freitag fand die Infoveranstaltung der neuen 5. Klassen statt, die Aula war erst spät abends verfügbar. Also änderte ich den Plan, ging mit Sebastian Buchholz am Freitag einkaufen für die Verflegung der Mannschaften am Wochenende und rekrutierte für Samstag morgen einige Helfer. Vielen Dank an dieser Stelle an die gesamte Familie Malinowsky, an Christiane + ihren Freund Bernd, an Sonja und Mieke, die am Samstag tatkräftig unterstützt haben.

Es mussten gefühlte hundert Stühle weggeschafft werden, Tische aufgebaut, Material von unserem Spiellokal in die Aula transportiert werden, Brötchen geschmiert, Kaffee gekocht und Suppe aufgewärmt werden. Das hat wunderbar funktioniert und rechtzeitig vor der Runde war alles fertig. Nach und nach trudelten die Gäste aus Hemer und Steinfurt ein, unser Reisepartner aus Lübeck kam etwas früher, um zu schauen, ob wir auch alles richtig gemacht haben.

Da alle schon sehr zeitig da waren, wurde die Runde sogar vor 14 Uhr angepfiffen. Wir spielten gegen die junge und sehr starke Mannschaft aus Hemer, die vorne mit 2 Großmeisterinnen und einer jungen Fidemeisterin antraten und hinten ihren Nachwuchs spielen ließen. Von den Zahlen her waren sie uns deutlich an allen Brettern überlegen und in der Saison haben sie nie mehr als 1,5 Brettpunkte abgegeben und führten die Liga souverän ohne Verlustpunkt an. Die Vorgabe von mir war, dass wir nicht zu Null verlieren sollten.

Das wurde von unserer Mannschaft sogar übertroffen! Celina holte ein Remis gegen eine deutlich stärkere Gegnerin, Mieke stand sogar etwas besser gegen ihre etwas bessere Gegnerin und spielte ebenso wie Elisa, die sogar eine Großmeisterin als Gegnerin hatte, auch Remis. Also 1,5:4,5 gegen die Überflieger der Liga, was will man mehr?

Sebastian Dittmann hat uns mit einer leckeren Kartoffelsuppe versorgt, aber die meisten Spielerinnen waren so in ihre Partie vertieft, dass sie lieber Brötchen und Süßigkeiten (inkl. leckerer Donuts von Familie Malinowsky und Muffins von Sabrina) statt Suppe verspeisten.

Parallel spielte unser starker Reisepartner gegen Steinfurt, die sie mit 4,5:1,5 besiegen konnten und somit Platz 2 festigten. Vor der letzten Runde konnten sie theoretisch noch erste werden, aber dazu hätten sie 6:0 gewinnen müssen. Auch wenn Lübeck diese Saison sehr stark aufspielt, ein 6:0 gegen die stärkste Mannschaft der Liga wäre doch schon unwahrscheinlich.

Am Sonntag stellte ich die Mannschaft etwas um, da ich gerne so viele Spielerinnen wie möglich einsetzen wollte. Statt Celina spielte Janne und statt Sabrina war Marthe vorgesehen. Obwohl ich weiß, dass Marthe zuverlässig ist, war ich doch etwas nervös, als sie um 8:45 noch nicht da war (zu dieser Zeit muss man die Aufstellung abgeben). Aber trotz meiner Nervosität rief ich sie nicht an und stellte sie vertrauensvoll auf.

Ich ging dann nach draußen, um mich zu überzeugen, dass sie wirklich kommt, inzwischen hatte der Schiedsrichter aber schon die Runde eröffnet, um 6 Minuten vor 9! Als ich Marthe heranstürmen sah, ging ich wieder in den Spielsaal und war total erschreckt, als ich alle spielen sah. Auf Nachfrage erfuhr ich aber, dass alle bis auf eine Uhr angestellt waren. Marthe kommt meistens nicht in Zeitnot, aber trotzdem wäre ein Zeitnachteil nicht schön gewesen.

Es saßen alle am Brett, ich beruhigte mich wieder und schmierte mit Chrissy und ihrem Geburtstagskind Bernd die Brötchen. Lange passierte erstmal nichts, doch dann holten Mieke und Janne jeweils Remis. Marthe hatte einen Bauern weniger, sah aber zuversichtlich aus, Sonja stand remisig , bei allen anderen war mir nicht klar, wie sie standen. Dann gewann wie aus dem Nichts plötzlich Sonja. Sie hatte einen gefährlichen Freibauern erreicht, der die Partie entschied. Marthe stand nach meiner Beurteilung nicht richtig gut, aber Marthe ist immer für eine Überraschung gut. In diesem Fall überlistete sie ihre Gegnerin mit einem coolen Damenopfer und hätte Matt setzen können, wenn ihre Gegnerin nicht vorher aufgegeben hätte. 3:1 ist sehr beruhigend. Elisa konnte dann noch einen halben Punkt zum Mannschaftssieg zusteuern, Alina verlor leider, hatte aber an diesem Wochenende auch sehr starke Gegnerinnen.

Lübeck schaffte keine Sensation, aber immerhin erzielte Luba ein Remis gegen eine Großmeisterin und Antonia an 6 teilte auch den Punkt. Somit ist Hemer souveräner Erster und Lübeck auf dem hervorragendem 2. Platz. Herzlichen Glückwunsch an beide!

Wir selber spielten eine solide Saison und wurden Vierte. Vielen Dank an die gesamte Mannschaft, es hat Spaß mit euch gemacht.

Leider wurde auch am Sonntag wenig Suppe gegessen, das ist bedauerlich, denn die Suppe war sehr lecker. Es kamen auch wenig Zuschauer, auch das fand ich nicht so schön. Und zum Abbauen waren auch nicht mehr so viele da, aber irgendwie haben wir es geschafft, danke an alle, die noch da waren.

Anbei noch ein paar Fotos vom letzten Spieltag: