Das Heimdebüt unserer Oberligamannschaft ist geglückt. In der 2. Runde waren die Hamburger Aufsteiger SV Diagonale Harburg zu Gast. Somit kam es zum Aufsteigerduell. Die Gäste waren stark ersatzgeschwächt, so dass wir nicht nur im eigenen Stadion spielten, sondern auch als Favoriten in den Mannschaftskampf gingen. Die Favoritenrolle zeigte sich unerwartet schnell. Jonas sackte frech einen Bauern in der Eröffnung ein. Es war zwar ein fragwürdiges Opfer, aber seine Überzeugung bei diesem Opfer ließ seinen Gegner so zittern,  dass er das Opfer nicht annahm. Auch Mohammedreza gewann frühzeitig einen Bauern. Derweilen verschenkte Sebastian zwei Bauern. Aber nicht ohne Grund. Julian überrannte seinen Gegner, welcher keinerlei Ambitionen auf dem Schachbrett zeigte. Und auch Bülents Stellung war in den ersten 30 Minuten bereits klar besser. Bei Magnus, Mats und Lukas war noch nicht viel los. Es war ein Bilderbuchstart und man konnte bereits früh auf einen Mannschaftserfolg hoffen.

Und dann war es soweit. Sebastian holte den ersten Oberligapunkt in der Doppelbauergeschichte. Sein Gegner musste die Raffgier, jedes Geschenk anzunehmen, mit einem exponierten König bezahlen, so dass wir 1:0 in Führung gingen. Kurz darauf schloss Mats, gegen einen guten dänischen FM, Remis. Nach der Partie ärgerte sich Mats doch ein wenig, da seine Stellung zwischendrin Gewinnpotenzial hatte. In der Zwischenzeit rollten Julians Bauern weiter voran und voran. Schließlich putzte Julian seinen Gegner regelrecht vom Brett.  Mit einer 2,5-Führung rückte der Mannschaftserfolg immer näher. Mohammedreza reichte der frühzeitig gewonnene Bauer ebenfalls zum Sieg. Und auch Jonas spielte wie ein alter Hase seinen Mehrbauer zum Sieg und bescherte damit den vorzeitigen Mannschaftserfolg.

Es spielten noch die drei Schwarzspieler Magnus, Lukas und Bülent. Bei Magnus und Lukas war nie so richtig Spannung in den Partien. Jedenfalls nicht für den gemeinen Zuschauer. Bülents gute Stellung verpuffte mit mal in ein Turmendspiel. Obwohl man bei Endspielen und Bülent nicht von verpuffen sprechen kann. Dies stellte Bülent auch mal wieder unter Beweis und manövrierte seine Türme so geschickt, bis ein gewonnenes Bauernendspiel herauskam. 5,5:0,5-Führung! Magnus agierte zunehmend unglücklicher. Sein Gegner nutzte dies knallhart aus, aber als guter Gastgeber muss man auch mal Geschenke verteilen. Schließlich spielte mal wieder unser Langstreckenläufer Lukas als Letzter. Nach einer gefühlten Ewigkeit sahen Lukas und sein Gegner schließlich ein, dass die Stellung keinen Gewinner zuließ.

Somit gewinnen wir unser Heimspiel verdient mit 6:2 und haben die ersten zwei Mannschaftspunkte auf dem Konto. Am 24.11. geht es dann weiter zum Nachbarn, mit weißer Weste, nach Preetz.