Das Spiel gegen Lübeck kann mit Davids Worten zitiert werden: "Wie immer in der U10 stand mal der eine, mal der andere besser."  Mit dem Unterschied, dass unsere U10er noch Welpenschutz genießen und in Osnabrück eigentlich die U20 stattfindet und die Jungs alleine laufen können.

Aufgrund des straffen Zeitplans bekam Alexander immerhin eine Blitzvorbereitung. Auf dem Brett wurde dann doch irgendwann abgewichen, aber die Strukturen waren sehr ähnlich gegenüber der Vorbereitung. Alexander kam auch sehr gut aus der Eröffnung, strich den ersten Bauern ein und verschluckte sich im nächsten Zug am zweiten. Und die Partie war in Rekordzeit vorbei. Unentwickelter König und Grundreihenmatt und das Ganze in einer vorteilhaften Stellung. Bravo! An Brett 2 ging es ähnlich schnell. Mats einigte sich nach Erreichen des 20. Zuges mit seinem Bro Tigran auf Remis in einer Abtauschzeremonie im Grünfeld-Inder.

Eine gute Stunde vorbei und wir lagen 1,5:0,5 hinten.

Lukas' Start war, aufgrund seiner partiellen Amnesie, auch holprig. Statt nach einer denkwürdigen Eröffnung gleich in Vorteil zu gehen, wie er es noch in der exakt gleichen Stellung beim letzten Kiel Open machte, erschien ihm die Stellung jungfräulich und er lehnte den Vorteil ab. Magnus, Julian und Moritz entwickelten sich hingegen solide. An diesen Brettern dauerte es, bis auch nur irgendetwas geschah. Viel spannender waren die Ausschläge mal für Weiß, mal für Schwarz bei Lukas. Wie in der U10 halt. Am Ende konnte gar nicht der Bessere gewinnen, sondern nur Lukas.

In der Zwischenzeit köderte Julian seinen Gegner mit der offenen A-Linie. Dem Gegner gefiel dies und brachte dort alle Schwerfiguren in Stellung. Bis er schließlich einsehen musste, dass sich seine Schwerfiguren eher ins Abseits als in die Offensive bewegten. Souveräner Vortrag von Julian, welcher die 2,5:1,5 Führung sicherte.

Ähnlich wie bei Lukas kam es auch an Brett 6 zu einer schachlichen Verjüngung in Richtung U10. In einem als Remis abgehakten Spiel wurde Moritz der Sieg geschenkt. Nach einem Bauernopfer im Turmendspiel, entschloss sich sein Gegner diesen Bauern passiv auf a8 zu blockieren, so dass Moritz mit dem Freibauern bis a7 vorfiel und leicht das Endspiel zu seinen Gunsten und zu Gunsten der Mannschaft verwertete.

Zu Magnus fällt mir weiter nichts ein. Er war anwesend. Hat solide, aber nicht auffällig gespielt. In Zeitnot schenkte sein Gegner ihm einen Bauern. Dieser reicht einem Technicus wie Magnus dann auch zum Sieg. Nach den Partien von Alexander, Lukas und Moritz sind solche nüchternen Vorstellungen aber auch eine willkommene Abwechselung.

Zweites Spiel, zweiter 4,5-Sieg. Neben den beiden Teams aus NRW (Porz und Brackel) haben auch wir eine weiße Weste. Derzeit wird gegen den Setzlistenersten Magdeburg gekämpft. Alexander wollte den Hebel umlegen und in seinen bekannten Bossmodus schalten. Warten wir es ab...