Am letzten Samstag brach unsere Jugendbundesligamannschaft ein letztes Mal in der Aufstellug Mats, Alexander, Lukas, Julian, ich und Moritz zu einem Mannschaftskampf auf. In den letzten Jahren hatten wir immer einen der ersten beiden Plätze in der Jugendbundesliga Nord, Staffel West erreichen können, womit wir uns jeweils zur DVM U20 qualifizieren konnten, wo wir auch jeweils erfolgreich waren. Auch dieses Jahr stand am Ende der Saison der zweite Platz, diesmal allerdings war damit keine sofortige Qualifikation verbunden: Aufgrund der Einteilung der Freiplätze standen für die Jugendbundesliga Nord insgesamt nur drei Plätze zur Verfügung, der Teilnehmer an der DVM musste in einem Stichkampf zwischen unserem Team und der Mannschaft des USV Halle, 2. in der Oststaffel, ermittelt werden. Also spielten am Samstag, den 22.09., die im letzten Jahr dritt- und fünftplatzierten(!) Mannschaften in derselben Aufstellung wie damals gegeneinander. Zusätzlich war es eine Wiederholung der letzten Runde der letztjährigen DVM, in der uns ein knappes 3:3 schließlich zum Treppchenplatz reichte.

Das Spiel fand auf neutralem Grund in Lehrte statt, ungefähr gleich weit von Halle und Kiel entfernt. Angesetzter Spielbeginn war 13:00 Uhr, um eine Anreise am Spieltag zu ermöglichen. Da bei der Deutschen Bahn aber auch planmäßige 17 Minuten Umstiegszeit bei weitem nicht immer ausreichen, fuhr schon der erste Anschlusszug in Hamburg ohne uns ab. Die tatsächliche Ankunft im Spiellokal war dann gegen 13:40 und fünf Minuten später konnte endlich Schach gespielt werden.

Alexander an Brett 1 opferte früh einen Bauern, um mit seinem schwarzfeldrigen Läufer Kompensation zu erhalten. Wie sich nach der Partie herausstellte, verlief die Partie noch relativ lange in den Bahnen der Theorie, bis Alexanders Gegner ungenau spielte und Alexander souverän gewinnen konnte. Mats hatte früh eine gute Stellung, übersah aber eine Gewinnmöglichkeit und willigte schließlich in ein Remis ein. Lukas stand nach dem Morra-Gambit sehr gedrängt, konnte sich aber befreien und im Gegenangriff sogar gewinnen. Julian hatte wohl die meiste Zeit eine etwas bessere Stellung, vereinbarte aber schließlich ein Remis. Mein Gegner versuchte nicht ganz im Sinne der Position anzugreifen, stellte aber schließlich in schwieriger Stellung Material ein, bevor ich den Vorteil verwerten konnte überschritt er zudem die Zeit. Moritz versuchte aus einer Maroszystruktur heraus mit einem Bauernsturm am Königsflüger aktiv zu werden, wurde aber ausgekontert und musste schließlich seinem Gegner zum Sieg gratulieren.

Damit endete der Mannschaftskampf 4:2 (mit drei Schwarzsiegen!) und unser Team fährt wieder zur DVM U20! Hoffentlich können wir dort die Erfolge aus den letzten Jahren wiederholen.