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Die erste Runde des FIDE Grand Swiss ist gespielt und die Mitglieder unseres Bundesligateams sowie die Deutschen TeilnehmerInnen waren nicht unerfolgreich. Die vier Spieler unseres Teams remisierten alle gegen ihre Gegner. Hierbei spielte Jonas Bjerre gegen den Deutschen Alexander Donchenko. Den Wahrscheinlich größten Erfolg erzielte Dimitrij Kollars gegen den WM-Herausforderer von 2012 Boris Gelfand. Er konnte gegen ihn in einer sehenswerten Partie im Mittelspiel einen Vorteil erreichen. Nach 62 Zügen streckte Gelfand schließlich die Waffen. Auch Matthias Blühbaum und Elisabeth Pähtz konnten ihre Partie gewinnen. Alle Ergebnisse findet ihr in der Tabelle.

Ein Highlight folgt auf das Nächste! Das FIDE Grand Swiss ist eines der drei Turniere (bzw. Turnierserien), welche als Preis Startpläte für das Kandidatenturnier zum Weltmeisterschaftskampf bieten. Die anderen beiden Turniere sind der Chess World Cup 2021 (Sotchi, Russland, Juli-August 2021) und der FIDE Grand  Prix 2022 in Berlin.

Ursprünglich sollte das ISle-of-Man-Open in das Qualifikationssystem integriert werden, doch das Turnier auf der irischen Insel war keineswegs sicher. Corona drohte an das Turnier ins Wasser fallen zu lassen. Kurzerhand wurde das Turnier in die lettische Hauptstadt Riga verlegt. Auch hier gab es einige Unwägbarkeiten, da Lettland sich in einem restriktiven Lockdown befindet. An dieser Stelle gab es eine gute Nachricht: Das Turnier kann unter erhöhten Hygienemaßnahmen und anderen Maßnahmen durchgeführt werden. Es hagelte auch eine Kritik und einige bekannte Schachgrößen verzichteten auf ihren Startplatz. Dazu zählen unter anderem Hikaru Nakamura, Alexander Grischuk, Richard Rapport und Shakhiyar Mamedyarov.

In dem 11 rundigen Turnier gehen insgesamt vier Kieler Bundesligaspieler an den Start. Andrey Esipenko (Setzlistenplatz 6), Ivan Cheparinov (Setzlistenplatz 31), Anton Demchenko (Setzlistenplatz 43) und Jonas Bjerre (Setzlistenplatz 99). Die Deutsche Delegation besteht aus Alexander Donchenko (Setzlistenplatz 45), Matthias Blühbaum (Setzlistenplatz 52), Youngstar Vincent Keymar (Setzlistenplatz 64) und Dmitrij Kollars (Setzlistenplatz 75). Zudem startet im Frauenturnier Elisabeth Pätz vom Startplatz 11.

Die Runden starten täglich um 13 Uhr. Die Turnier findet vom 27.10. bis 7.11. (Ruhetag am 2.11.) statt. Die Partien können auf chess24 live verfolgt werden.

Die Deutsche Meisterschaft der Frauen Mannschaften der Landesverbände ist beendet. Das Team aus SH mit den Doppelbauern Hanna, Sonja, Katerina und Celina waren gleich vier Kielerinnen am Start.

In der Abschlussrunde ging es noch einmal gegen einen der südlichsten Gegner: Wüttemberg. Nach einem harten Kamp ergab sich am Ende eine Punkteteilung mit 4-4. Das Team konnte sich somit leider nicht weiter verbessern und landete auf dem 9. Platz. Diemeisten Punkte im SH-Team holte Anke Freter (SK Norderstedt) mit 4,5/5 Punkte am 5-6 Brett. Ebenfalls Katerina punktete mit 3,5/5 Punkten stark am 6-7 Brett. Ein herzlicher Glückwunsch geht natürlich nach NRW, welche souverän mit 10/10 Mannschaftspunkten den Titel für sich sicherten.

Erneut organisierte Wolfgang Pajeken einen kleinen Vergleichskampf zu Trainingszwecken. Diesmal trat eine Kieler Mannschaft, bestehend aus Jakob und mir, gegen ein Duo vom Hamburger SK, IM Frank Bracker und (noch) FM Julian Kramer, im doppelrundigen Schneveninger System (jeder Kieler gegen jeden Hamburger, jeweils einmal mit weiß und einmal mit schwarz) an.

Der Samstag verlief aus Kieler Sicht sehr erfreulich. Am Vormittag konnte Jakob seinen Gegner mit schwarz in der Eröffnung überraschen und gewann danach eine überzeugende Partie, während ich trotz kleiner Unsicherheiten letztendlich ein Remis gegen Julian Kramer erreichte. Aus den beiden Weißpartien am Nachmittag wurden ebenfalls 1,5 Punkte geholt. Jakob konnte nichts Greifbares erreichen, während ich dem Internationalen Meister, der vielleicht noch etwas unter dem Eindruck der Vormittagsrunde stand, in einer von beiden Seiten nicht fehlerfreien Partie eine zweite Niederlage zufügte.

Am Sonntagvormittag gab es eine Hamburger Revanche, da Frank Bracker in einer wechselhaften Partie seinerseits einen Schwarzsieg gegen Jakob erreichen konnte. Weil ich zeitgleich nicht in der Lage war, meine deutlich bessere Stellung auch zu gewinnen, wurde es aus Mannschaftssicht noch einmal spannend. Die letzte Runde verlief allerdings antiklimaktisch. Ich konnte mit schwarz relativ schnell ausgleichen, kurz nach der Punkteteilung machte Julian Kramer gegen Jakob am anderen Brett mit einem Friedensschluss sein viertes Remis im Turnier perfekt.

Nicht nur aufgrund der geografischen Nähe steht die Dänische Meisterschaft auch für uns im Fokus, sondern weil viele unserer Leistungsträger aus der Bundesligamannschaft eben Dänen sind. So gelang es Allan Stig Rasmussen, bis letzte Saison Mitglied unserer Bundesligamannschaft, die Dänische Meisterschaft mit 7 aus 9 zu gewinnen. Herzlichen Glückwunsch! Mit einem halben Punkt weniger landet mit Jesper Thybo ein weiterer Doppelbauer auf dem Treppchen. Er teilt sich den zweiten Platz mit Sune Berg Hansen. Dieser ist bei uns im Verein auch bekannt, da er vor Jahren ein Simultan bei uns spielte. Ansonsten spielt er in der Bundesliga für den HSK. Apropos Bundesliga, die diesjährige Überschneidung mit der Endrunde führte dazu, dass Mitfavorit Jonas Bjerre bei der Dänischen Meisterschaft nicht antreten konnte. Vielen Dank an dieser Stelle für das persönliche Opfer zu Gunsten der Bundesliga. Mit 9,5 Punkten aus 14 Spielen war Jonas zudem unser Topscorer der abgelaufenen Saison.

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