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Die ersten beiden Runden der Bundesliga sind beendet und schon geht es wieder ans Brett. Einige Spieler unseres Bundesligateams haben sich in Kiel zusammen gefunden, um ein 10 rundiges Schnellschachturnier zu. spielen. Es treffen neben den Bundesligaspielern GM Igor Khenkin, IM Armen Barseghyan, IM Jakob Pajeken und FM Magnus Arndt auch Landesmeister Keyvan Faokhi und Mats Beeck, um sich zu messen.

Die erste Runden sind bereits bestritten und die Ergebnisse sind auf Chess-Results zu finden.

 Im Anschluss an das zweitägige Turnier wird es einen viertägigen Trainingslehrgang mit Trainer GM Igor Khenkin zum Thema Aufmerksamkeit gegenüber der gegnerischen Möglichkeiten und positionelles Spiel geben.

Dass unser Hobby, unsere Leidenschaft und teils sogar unser Job - das Schach - derzeit nachrangig sind, ist vollkommen klar. Aber Schach hat gerade am vergangenen Wochenende die Diversifikation und das friedvolle Miteinander in den Teams untereinander und gegeneinander aufgezeigt. Und das nicht nur an diesem Wochenende, sondern auch in der Vergangenheit und auch in schachlichen Herausforderungen zwischen der Ukraine und Russland. Wenn eine oder wenige Person nun Unheil und Leid in der Welt verbreiten, dann ist das nicht hinnehmbar und nicht zu tolerieren. Dann hat die Politik doch etwas im Sport zu suchen und so unterstützt der SK Doppelbauer Kiel den Friedens-Appell seiner russischen Teamkameraden GM Andrey Esipenko und GM Anton Demchenko sowie vieler anderer russischer Schachgrößen, siehe im Detail Friedens-Appell der russischen Schachspieler | ChessBase

Nach der erneuten Corona-Zwangspause wurde am vergangenen Wochenende Schach gespielt. Und zwar überall! Der Start in die neue Saison der Bundesliga war nicht alleine das Highlight, sondern, dass wir Ausrichter des Saisonauftaktes waren. In der Mensa der Ricarda-Huch-Schule begrüßten wir unsere Gäste vom Aachener SV und vom Düsseldorfer SK. Ebenso unseren Reisepartner den Hamburger SK. Gespielt wurde am Samstag und am Sonntag. GM Karsten Müller und Kenneth kommentierten die auf chess24 live übertragenen Partie wie ein alteingespieltes Kommentarenduo und brachten die Bundesligawettkämpfe mit viel Unterhaltung in die Wohnzimmer der ZuschauerInnen. Richtige Wettkampfatmosphäre konnte allerdings nur vor Ort geschnuppert werden, wovon unterschiedliche KielerInnen auch Gebrauch machten, wie auch die Kieler Sportamtsleitung.

In Runde 1 erwischten wir das auf dem Papier vermutlich einfachere Los mit dem Aachener SV. Und der Auftakt geling nach Maß. Mit einem Kantersieg von 7:1 setzten wir uns durch. Parallel schlug der HSK Düsseldorf mit 5:3. Der Auftaktsieg motivierte dermaßen, dass am Sonntag auch Düsseldorf mit 6:2 geschlagen wurde. Am Ende eventuell mit ein paar Brettpünktchen zu viel, aber diese wurden eben hart erarbeitet und der Sieg war dennoch nie gefährdet. Und auch der HSK zog weiter mit uns und schlug Aachen mit 6,5:1,5. Herauszuheben sind unsere beiden Debütanten Nikita und Armen. Beide gewannen ihre Partien. Bei Nikita kam die Besonderheit dazu, dass er am Samstag als Erster fertig war und am Sonntag nach 6,5 Stunden und 105 Zügen der letzte war. Aber auch Routinier Marcin holte jeweils zwei Siege. Alle anderen Spieler gingen mit weißer Weste aus den Partien. Das bedeutet in der Endabrechnung nach zwei Spielen die Tabellenführung mit einem halben Brettpunkt vor der starken Konkurrenz aus Solingen und Viernheim. Der Tabellenstand und alle weiteren Ergebnisse sind hier einzusehen https://ergebnisdienst.schachbund.de/bedh.php?liga=bl.

Zwei Ligen tiefer ging es ebenfalls an die Bretter. Unsere Oberligaauswahl reiste zum SC Diogenes nach Hamburg. Scheinbar inspiriert oder unter Druck gesetzt von unserer Bundesliga-Acht drehte auch die Oberliga auf. Am Ende stand auch hier ein Kantersieg von 6,5:1,5 für uns zu Buche. Jakob, Magnus, Mads, Mats und Thomas gewannen ihre Partien. Filip, Rolf und Matthias steuerte jeweils halbe Punkte bei. Mit vier Siegen aus vier Spielen wurde die Tabellenführung verteidigt, siehe https://ergebnisdienst.schachbund.de/bedh.php?liga=olnn.

Eine weitere Liga tiefer, auf Landesebene kam es so langsam zum Aderlass aufgrund der Bundesligaausrichtung und Verteidigung der Spitzenposition in der Oberliga. Dies führte dazu, dass die Landesliga nur sieben Spieler an die Bretter bringen konnte. Auch die Gäste aus Wrist reisten mit einem Spieler weniger an, sodass das Brett 8 unbesetzt blieb. Dem 3,5:3,5 sollten beide Mannschaften möglichst aus dem Wege gehen. Letztlich wurde es eine klare Sache zu unseren Gunsten. Lukas, Mohammedreza, Sebastian und Philipp gewannen. Bülent und Alexander spielten Remis und Julian verlor seine Partie. Durch den Sieg klettert unsere Landesligaauswahl auf Rang 3, siehe https://schachverband-sh.de/de/landesliga-3.

Die Verbandsliga-Mannschaft wurde kurzfristig personell durch die Landesliga „ausgeschlachtet“ und musste ihren 8. Spieler abgeben. Somit konnten ebenfalls nur sieben SpielerInnen die Reise nach Mölln aufnehmen. Das demoralisierte die Verbandsliga dennoch nicht. Trotz des anfänglichen 1:0-Rückstandes konnten 4,5 Punkte zum 4,5:3,5-Sieg gesammelt werden. Moritz, Emil, Joachim und Darian gewannen. Gunnar steuerte das wichtige Remis bei und die Youngster Levi und Bjarne mussten Lehrgeld zahlen. Damit behält unsere Verbandsligamannschaft ihre weiße Weste und steht nach wie vor ganz oben in der Tabelle, siehe Rangliste Verbandsliga B (schachverband-sh.de).

Glückwunsch zu den starken Teamleistungen und vielen Dank für die ausgezeichnete Teamarbeit bei der Ausrichtung des Bundesligawochenendes!

Die erste Bundesligarunde ist gesetartet. Unser Heimspiel in der Mensa der Ricarda-Huch-Schule (Hansastraße 69a, 24118 Kiel) ist offen für alle Zuschauer. Es gibt ebenfalls eine Liveübertragung auf Chess24 und Twitch. Hier kommentieren Karsten Müller und Kenneth Nahnsen die Partien der vier Teams, welche in Kiel spielen. Heute stehen folgende Begegnungen auf dem Plan:

SK Doppelbauer Kiel - Aachener SV

Hamburger SK - Düsseldorfer SK

Nach der Nullnummer in Runde 2 zeigten unsere Mannschaften in der DSOL Charakter. Bereits am Montag legte die Zweite vor und konnte SF Berlin III mit 3:1 bezwingen. Max hätte bei aktiveren Spiel sicher noch etwas Zählbares beisteuern können. Allerdings entschied er sich für die Verteidigung und wurde langsam von seinem Gegner zugeschnürt. Yannick spielte seinen Stiefel herunter, fand sich aber in einer leicht gedrückten Stellung wieder. Als der Gegner den Druck erhöhen wollte, verlief sich die gegnerische Dame. Dies ließ Yannick sich nicht nehmen und holte einen schnellen Sieg. Christian erhielt einen riesigen Eröffnungsvorteil, aber verspielte diesem im Lauf der Partie. Letztlich war der Druck der gesamten Partie anscheinend zu groß für seinen Gegner, sodass es in einer ausgeglichenen Stellung zu einem partieentscheidenden Patzer spielte und Christian letztlich doch den vollen Punkte holte. Ähnlich sah es bei Kjell aus, nachdem er den taktischen Schlag übersah, um eine Figur zu gewinnen, tauschte er stattdessen zwei Figuren für einen Turm. In Rückstand drehte sein Gegner noch auf und prüfte ihn. Kjell bestand diese Prüfung und bescherte den 3:1 Erfolg für uns. Am Freitag spielte unsere Erste gegen FC Bayern München III. Auf dem Papier sollte es ein ausgeglichener Kampf werden. Das Endergebnis von 3,5:0,5 sprach aber definitiv für uns. Keyvan und Katerina spielten souveräne Partien. Beide identifizierten Schwachstellen im gegnerischen Lager und konnten sich so einen Mehrbauern sichern. Bei Keyvan war es ein weit vorgerückter c-Bauern, den Keyvan später für einen taktischen Schlag zum Sieg ausnutze. Katerina nahm stattdessen noch weitere schwache Bauern aufs Korn und setzte zur Krönung den König in Mitte des Bretts schließlich Matt. Levi spielte von Anfang an mit offenem Visier. Davon ließ der Gegner sich soweit einschüchtern, bis er seinen eigenen aussichtsreichen Angriff aufgab. Die Umschaltung in den Verteidigungsmodus kam allerdings viel zu spät. In der Zwischenzeit war Levis Angriff zu stark und der Dritte Sieg für uns stand fest. Bei Alexander sah es exakt anders herum aus. In einer anfangs ruhigen Eröffnung rollte ein starker Angriff auf Alexanders König zu. Im Laufe der DSOL konnten wir bereits Alexanders Verteidigungskünste bestaunen. Und auch dieses Mal sah es gefährlich aus. Alexander blieb aber cool und überstand den Angriff und sicherte das Remis beim 3,5 Erfolg für uns. Die Tabelle der Ersten kann hier https://dsol.schachbund.de/tabelle.php?s=2022&l=2a eingesehen werden und die Tabelle der Zweiten hier https://dsol.schachbund.de/tabelle.php?s=2022&l=7d.

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