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Endlich auf Betriebstemperatur

Erstellt: Sonntag, 30. Dezember 2018
Geschrieben von Sebastian Buchholz

Nachdem der Kampf um Platz drei entbrannt ist, was ja eine Doppelbauer-Spezialität ist, fingen wir an altbekanntes Schach zu spielen. Mit Brackel hatten wir nicht nur einen bronzernen Mitkonkurrenten, sondern im Schnitt einen 4 DWZ stärkeren Gegner vor der Brust. Machte uns das jetzt zum Aussenseiter?

Das Schicksal der Begegnung nahm seinen Lauf und Alexander war mal wieder der Erste. Und auch Alexander erreichte endlich Betriebstemperatur und wahrte sein altes Gesicht. Sein Gegner hatte zu keiner Zeit eine Chance. Dies war in anderen Partien auch so, aber in dieser Partie gewann er tatsächlich. Kurz danach schlug die Zange zu und auch an Brett 6 konnte Moritz einen schnellen Sieg einfahren. Kurzzeitig waren in Moritz Partie wiedermal heftige Ausschläge in beide Richtungen zu verzeichnen, aber irgendwann fand Moritz in den Tritt und ließ seinem Gegner keinerlei Chancen. 

An Brett 5 überzeugte unser Caro-Kann-Experte, dass er nicht nur selbst mit c6 gewinnen, sondern c6 auch zerstören kann. In einer mal wieder taktisch geprägten Stellung holte Julian die beruhigende 3:0-Führung. 

So weit so gut bzw. nicht so gut. Die 3:0 Vorlage wollten die restlichen Spieler irgendwie nicht so recht nutzen. Mats ließ früh in der Partie die Uhr laufen und laufen und es schien so, als ob er keine Ahnung von der Stellung hätte. Lukas spielte erneut einen zahnlosen Drachen und hatte die bekannte Qualität von c3 weniger. Und Magnus, der Einzige der zuvor Betriebstemperatur hatte, kühlte scheinbar aus und war nicht wieder zu erkennen. So konnte Brackel auf 1:3 verkürzen.

Mittlerweile fand ich auch heraus, dass Mats sich während der Partie nur Gedanken um Fondue oder Raclette an Silvester machte und er die Stellung doch verstand. Nachdem er sich für Fondue entschied fing er auch wieder an Schach zu spielen und wickelte in ein gewonnenes Endspiel ab. Mannschaftsdienlich spielte er Remis, um den Erfolg nicht noch zu gefährden. In der Zwischenzeit drehte sich das Blatt bei Lukas und aus der Qualität weniger wurde ein Mehrbauer. Nach extrem langem Kampf, bereits abgeräumten Buffet und die Verschiebung der Pressekonferenz durch Lukas, gewann er noch ein Turmendspiel mit zwei gegen einen Bauern. Awesome!

Damit liegen wir eine Runde vor Schluss auf Platz, was denn sonst, drei. Morgen gegen Hagen haben wir das Erreichen unseres Lieblingsplatzes selbst in der Hand.

In der anschließenden Pressekonferenz für die Top 3 Teams entdeckte Alexander seine Stärke für öffentliche Auftritte. Der SK Doppelbauer Kiel hat in der Sekunde einen offiziellen Pressesprecher erhalten. Die Pressekonferenz soll auf der Facebook-Seite der DSJ zu sehen sein.

Nach knapper Niederlage Kampf um Platz 3 eröffnet

Erstellt: Samstag, 29. Dezember 2018
Geschrieben von Sebastian Buchholz

In Runde 5 schrammten unsere Doppelbauern knapp am Sieg vorbei. Von den Einstellungen und dem schwachen Auftritt gegen Magdeburg war nichts mehr zu sehen.

Das erste Brett, Alexander, war mal wieder als Erster fertig. In einer nicht zu verstehenden Partie kam ein nicht verständliches Remis heraus. Diese Partie lässt sich gar nicht kommentieren bzw. man müsste beinahe jeden Zug kommentieren. Für psychisch labile Schachspieler ist diese Partie nicht zu empfehlen, für alle anderen bietet sie viel Unterhaltung und noch mehr Verwirrung. Nach Alexanders Remis ging es der Brettreihenfolge nach weiter. Erst musste Mats und dann auch noch Magnus die Waffen strecken. Überspielt wurden sie beide nicht, aber die Gegner hatten wohl ein wenig mehr Punch.

Das relativ schnelle 2,5:0,5 gegen uns wirkte sich aber nicht auf die noch spielenden Doppelbauern aus. Lukas taktierte und tauschte zwei Leichtfiguren gegen einen Turm und drei Bauern. Materiell und objektiv besser, musste er aber irgendwie seine Türme vor seine acht Bauern bringen. Julian trickste bereits im ersten Zug und eröffnete erstmals mit c6 gegen e4. Damit überraschte er seine Gegnerin derart, dass er frühzeitig in eine vorteilhafte Stellung kam. Moritz eröffnete solide und guckte sich die Schachkünste seines Gegners erst einmal an.

Irgendwann verkürzte Julian dann ungefährdet und mit schönem Angriffsschach auf 1,5:2,5. Julian hätte seinen Angriff noch mit einer schönen Mattkombination krönen können. Er wählte aber einen etwas langsameren, aber soliden Weg zum Sieg. Lukas' Stellung machte weiter Hoffnung, denn mindestens das Remis schien sehr sicher. Moritz sah genug von seinem Gegner und graste einfach mal einen Bauern ab. Zu diesem Zeitpunkt konnte der Rückstand eventuell in einen knappen Sieg umgewandelt werden. Die Hoffnungen waren jedenfalls da.

Scheinbar litt Lukas für ein paar Züge wieder unter seiner partiellen Schachamnesie, so dass er die sicher geglaubte Stellung verschenkte und die Niederlage besiegelt war. Moritz betrieb aber noch Ergebniskosmetik und stellte abgezockt auf 2,5:3,5.

Insgesamt war die Niederlage sehr, sehr ärgerlich. Aus den drei Verlustpartien hätte es auch den einen oder anderen Punkt geben können. Somit rutschen wir in der Tabelle ein wenig ab und wir können zu unserer Paradedisziplin, den Kampf um Bronze, übergehen. Porz und Magdeburg werden den Titel wohl unter sich ausmachen und der Kampf um unseren Platz 3 wird noch einmal spannend. Heißeste Anwärter neben uns sind Hagen, Lübeck, Brackel und Karlsruhe.

Brackel (Dortmund) können wir jetzt schon aus dem Weg räumen, denn die Partien gegen Brackel sind gerade am laufen. 

Zittersieg schürt Hoffnung

Erstellt: Freitag, 28. Dezember 2018
Geschrieben von Sebastian Buchholz

In der 4. Runde hieß der Gegner Karlsruhe. Auf dem Papier ein klares Ding. Sind wir doch an jedem Brett von der Zahl deutlich besser. Die Überschrift macht aber schon deutlich, dass die ganze Sache gar nicht so klar und einfach war. 

Der Reihenfolge nach: Unsere Spezialisten an Brett 1 und 2 schuben die Verantwortung für den Mannschaftskampf schnell von sich und teilten sich jeweils die Punkte. Getreu dem Motto die vier hinter uns machen das schon. Ein wenig Recht sollten sie behalten. Denn Lukas stand frühzeitig auf Gewinn, so dass die 2:1 Führung ein vorerst sicheres Polster versprach.

Magnus und Julian, beide mit Schwarz, hatten nach etlichen Zügen noch immer die gleichen Stellungen auf dem Brett. Magnus' Gegner gefiel die gleiche Stellung bei Julian auf dem Brett scheinbar und kopierte frech. Moritz wurde ein wenig, aufgrund guter Vorbereitung seiner Gegnerin, kalt erwischt. Zu diesem Zeitpunkt aber insgesamt kein Grund zur Sorge.

Mit zunehmenden Partieverläufen entwickelten sich aber an den noch ausstehenden Brettern die zitierten U10 Schwankungen. An dieser Stelle sollte der U10 Vergleich aber beendet werden, denn unsere Nachwuchskünstler der U10 können auch nichts für dieses Hin und Her der U20. Wer kann denn überhaupt etwas dafür? Laut Julians eigener Aussage kann er auch nichts dafür, dass er dreimal eine Figur in einer Partie eingestellt hat. Wer kann denn etwas dafür?? Und gleich dreimal?? In nur einer Partie?? Im Straßenverkehr wäre er bei solch einer Leistung schon längst seinen Führerschein los. Ich persönlich habe auch noch nie gesehen, dass ein Spieler in Julians Spielstärke eine +5-Stellung vergibt und drei Figuren in einer Partie wegstellt. 

Immerhin konnte Moritz sich einigermaßen von der guten Vorbereitung seiner Gegnerin erholen. Er umschiffte mit etwas Glück den Figurenverlust, welcher durch eine Mattdrohung provoziert hätte werden können und holte wenigstens den dritten Punkt für einen halben Mannschaftserfolg. Mister Zuverlässig, Magnus, zeigte am Schachbrett doch mal Nerven und verlor unglücklich einen Bauern und fand sich in einer schlechten Stellung wieder. Mit ein bisschen Geschick und viel Zittern bei dem Rest der Mannschaft sicherte er aber mit einem Remis souverän den Mannschaftserfolg. Tatsächlich hätte Magnus diese Partie aber auch noch gewinnen können. Dieses Hin und Her. Das macht mich noch wahnsinnig...

Dank der Weisheit Alexanders und Mats' kam es nicht zu noch mehr Verwirrung und wir konnten das Schlachtfeld am Ende mit einem Sieg verlassen. Wie dieser Sieg zustande kam interessiert auch gar nicht mehr. Denn nach einem denkwürdigen Tag liegen wir aussichtsreich auf Platz vier und haben morgen Porz vor der Brust.

Klatsche in Runde 3

Erstellt: Freitag, 28. Dezember 2018
Geschrieben von Sebastian Buchholz

Im richtungsweisenden Kampf gegen Magdeburg stellen wir das Schachspielen ein. Insgesamt kann an diesem Kampf kaum etwas schön geredet werden. Es war wohl die schlechteste Vorstellung der Teamhistorie. Aber auch Niederlagen gehören dazu und wichtig ist, dass es in der 4. Runde wieder normal läuft.

Nichtsdestotrotz hat sich Magnus nicht von seinen Mitstreitern beirren lassen und gewann souverän in der Magnus-Manier. Und Hoffnung ist in Sicht. Alexander hat den Hebel zum Umlegen gefunden. Er stand in der Partie frühzeitig auf Gewinn, verkomplizierte die Stellung aber immer weiter und vergab seine immer gewonnene Stellung schließlich in Zeitnot.

Mal schauen welches Team die Losfee für die nächste Runde aus dem Hut zaubert...

Derbysieg in der U20

Erstellt: Freitag, 28. Dezember 2018
Geschrieben von Sebastian Buchholz

Das Spiel gegen Lübeck kann mit Davids Worten zitiert werden: "Wie immer in der U10 stand mal der eine, mal der andere besser."  Mit dem Unterschied, dass unsere U10er noch Welpenschutz genießen und in Osnabrück eigentlich die U20 stattfindet und die Jungs alleine laufen können.

Aufgrund des straffen Zeitplans bekam Alexander immerhin eine Blitzvorbereitung. Auf dem Brett wurde dann doch irgendwann abgewichen, aber die Strukturen waren sehr ähnlich gegenüber der Vorbereitung. Alexander kam auch sehr gut aus der Eröffnung, strich den ersten Bauern ein und verschluckte sich im nächsten Zug am zweiten. Und die Partie war in Rekordzeit vorbei. Unentwickelter König und Grundreihenmatt und das Ganze in einer vorteilhaften Stellung. Bravo! An Brett 2 ging es ähnlich schnell. Mats einigte sich nach Erreichen des 20. Zuges mit seinem Bro Tigran auf Remis in einer Abtauschzeremonie im Grünfeld-Inder.

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