Drei Doppelbauern waren beim Meisterschaftsgipfel dabei, da sie sich für die Endrunde der Deutschen Amateurmeisterschaft qualifiziert haben.
So fuhren sie aus unterschiedlichen Richtungen (Wolfsburg, Mannheim, Kiel) nach Magdeburg, um dort in der C-Gruppe (Maria), D (Ulla) und F (Levi) teilzunehmen.

Neben dem Finale der Amateurmeisterschaft fanden auch die Deutschen Meisterschaften (Frauen und allgemeine), die Master Turniere und die Endrunde im Pokal in Magdeburg in der Festung statt.

Während Maria in der C Gruppe in der Setzliste recht weit unten war und deswegen nur Spaß haben wollte, wollte Ulla gerne Amateurmeisterin werden und Levi in der F Gruppe Erfahrungen sammeln. Das erste Brett jeder Gruppe wird übrigens live übertragen. In der ersten Runde durfte ich (da ich aufgrund meiner Zahl vom 1.10.2018 beste der unteren Hälfte war) gleich am Livebrett spielen und schlug den Setzranglistenersten, der unbedingt noch mit einem Turm weniger weiterspielen wollte. Auch Levi und Maria konnten ihre erste Runde gewinnen. Levi und Ulla gewannen auch die zweite Runde, Maria musste sich der späteren Nummer 4 geschlagen geben. In der dritten Runde hatte Doppelbauer damit zwei Spieler an den Livebrettern sitzen und witzigerweise spielten beide Remis (Ullas Gegner übersah dabei zum Glück einen Qualitäts- + Bauern Gewinn). Maria gewann ihre Partie.

Danach bekam Ulla einen alten Haudegen, der sie trotz Bauern weniger ziemlich überspielte und sich nur am Ende den Kommentar "Ich hätte schneller gewinnen können" sparen konnte. Auch Levi und Maria verloren. In der letzten Runde stand Ulla wieder total auf Verlust, hatte wieder Glück und rettete sich ins Remis, auch Levie spielte Remis, während Maria zum Abschluss nochmal gewinnen konnte. Maria und Levi sind mit ihren drei Punkten sicherlich zufrieden, Ulla harderte ein bisschen mit sich selber, weil sie teilweise so einen Mist gespielt hat und am Ende den Titel der Deutschen Amateurmeisterin nur knapp verpasst hat, da sie ihren Gegner aus der letzten Runde ein bisschen unterschätzt hatte.

Erfreulich für Schleswig-Holstein ist, dass Irina Bräutigam Deutsche Amateurmeisterin der Gruppe B wurde, Marta Michna die Deutsche Fraueneinzelmeisterschaft gewann und Inken Köhler dritte der Deutschen Meisterschaft wurde.

Für mich war es auf alle Fälle ein interessantes Turnier, da man die Möglichkeit hatte, auch die anderen Meisterschaften und deren Spieler zu sehen. Auch gab es am letzten Tag einen sehr tollen Vortrag von Robert Hübner über seine 9. Partie gegen Portisch aus dem Kandidatenhalbfinale. Dieser Vortrag war sehr lustig vorgetragen, selbstkritisch, lehrreich und interessant.

Ergebnisse der Amateurmeisterschaft

Bericht von Ulla beim Schachticker