In Runde 7 war Post SV Uelzen zu Gast. Auf dem Papier eine machbare Aufgabe. Uelzen nahm den Kampf auch sehr ernst und erschien mit ihrer Stammmannschaft. An den Brettern 1 und 2 waren wir leicht favorisiert. An den restlichen Brettern lag der DWZ-Vorteil bei Uelzen. Nichtsdestotrotz waren unsere Doppelbauern auf Sieg und dem Erreichen des vorzeitigen Klassenerhaltes eingestellt.

Auf den Brettern war dies auch deutlich zu spüren. Julian S. sackte sehr schnell zwei Bauern ein. Levi, welcher zum zweiten Mal Bundesligaluft schnuppern durfte, spielte wieder wie ein alter Hase und kam mit gutem Raumvorteil aus der Eröffnung. An den restlichen Brettern sah es ausgeglichen aus. Mit Ausnahme von Brett 2, derweil lag Julian R. nämlich noch im Bett. Als dieser sichtlich verschlafen eintrudelte war immerhin sichergestellt, dass wir dem Gegner keinen Punkt schenken werden. Dennoch gab es schlechte Nachrichten. Die beiden zuvor gelobten Julian S. und Levi vergaben ihre Stellungsvorteile. Julian wandelte seine zwei Mehrbauen in eine Qualität weniger um und Levi suchte nach immer mehr Raum, aber riss dadurch Löcher in seiner Bauernstruktur, so dass seine Gegnerin mit Bauerngewinn ins gegnerische Lager einmarschierte. Nach dem Herunterblitzen der ersten 20-25 Züge vertieften sich Magnus und Gegner in die ausgeglichene Partie. Bei Julian R. entwickelte sich schnell Zündstoff aufgrund eines unrochierten Königs. Die Mittelachse, Moritz und Emil, waren anwesend und spielten auch Schach, allerdings spielten Beide eher zurückhaltend und warteten auf Reaktionen ihrer Gegner.

Dieses Geschehen lief an den jeweiligen Brettern exakt so weiter. Bei Julian S. zeigte sich irgendwann, dass der Turm wertiger ist, als der Springer. Kurz darauf musste auch Emil die nicht ausgefahrenen Waffen strecken und Moritz ebenfalls. Beide haben nicht so richtig in die Partie gefunden, eventuell sind sie auch auf gut vorbereitete Gegner gestoßen. Damit war der Mannschaftserfolg schnell abgehakt. Als Magnus sich auf Punkteteilung einigte stand die Niederlage fest. Dennoch hatte Magnus gekämpft und nichts unversucht gelassen. Im Nachhinein stellte sich aber heraus, dass sein Gegner das gleiche Buch zur Vorbereitung nutzte. Dies erklärt das Blitzen der ersten zwanzig Züge und auch das Ergebnis. Blitzen musste Julian R auch. Die Amnesie hatte zum Glück nur den Terminkalenderbereich seines Gehirns angegriffen und nicht sein Schachspiel. Ohne Vorbereitung und plötzlichen Einsatzes mit wenig Bedenkzeit (weil er die Runde komplett vergessen hatte) erzielte er den Ehrentreffer für uns. Es spielte noch unser Jüngster. Levi riskierte alles und opferte nach dem Bauerneinsteller eine Figur. Gegen seine erfahrene Gegnerin musste er aber heute Lehrgeld zahlen.

Mit ein wenig mehr Disziplin und bisschen Glück wäre ein 3:3 drinnen gewesen. Insgesamt nimmt Uelzen die 2 Mannschaftspunkte verdient mit nach Hause. Das heißt für uns, dass wir in zwei Wochen zum großen Finale in Lehrte nochmal alles rausholen müssen, um den Klassenerhalt zu sichern.