Nachdem der Kampf um Platz drei entbrannt ist, was ja eine Doppelbauer-Spezialität ist, fingen wir an altbekanntes Schach zu spielen. Mit Brackel hatten wir nicht nur einen bronzernen Mitkonkurrenten, sondern im Schnitt einen 4 DWZ stärkeren Gegner vor der Brust. Machte uns das jetzt zum Aussenseiter?

Das Schicksal der Begegnung nahm seinen Lauf und Alexander war mal wieder der Erste. Und auch Alexander erreichte endlich Betriebstemperatur und wahrte sein altes Gesicht. Sein Gegner hatte zu keiner Zeit eine Chance. Dies war in anderen Partien auch so, aber in dieser Partie gewann er tatsächlich. Kurz danach schlug die Zange zu und auch an Brett 6 konnte Moritz einen schnellen Sieg einfahren. Kurzzeitig waren in Moritz Partie wiedermal heftige Ausschläge in beide Richtungen zu verzeichnen, aber irgendwann fand Moritz in den Tritt und ließ seinem Gegner keinerlei Chancen. 

An Brett 5 überzeugte unser Caro-Kann-Experte, dass er nicht nur selbst mit c6 gewinnen, sondern c6 auch zerstören kann. In einer mal wieder taktisch geprägten Stellung holte Julian die beruhigende 3:0-Führung. 

So weit so gut bzw. nicht so gut. Die 3:0 Vorlage wollten die restlichen Spieler irgendwie nicht so recht nutzen. Mats ließ früh in der Partie die Uhr laufen und laufen und es schien so, als ob er keine Ahnung von der Stellung hätte. Lukas spielte erneut einen zahnlosen Drachen und hatte die bekannte Qualität von c3 weniger. Und Magnus, der Einzige der zuvor Betriebstemperatur hatte, kühlte scheinbar aus und war nicht wieder zu erkennen. So konnte Brackel auf 1:3 verkürzen.

Mittlerweile fand ich auch heraus, dass Mats sich während der Partie nur Gedanken um Fondue oder Raclette an Silvester machte und er die Stellung doch verstand. Nachdem er sich für Fondue entschied fing er auch wieder an Schach zu spielen und wickelte in ein gewonnenes Endspiel ab. Mannschaftsdienlich spielte er Remis, um den Erfolg nicht noch zu gefährden. In der Zwischenzeit drehte sich das Blatt bei Lukas und aus der Qualität weniger wurde ein Mehrbauer. Nach extrem langem Kampf, bereits abgeräumten Buffet und die Verschiebung der Pressekonferenz durch Lukas, gewann er noch ein Turmendspiel mit zwei gegen einen Bauern. Awesome!

Damit liegen wir eine Runde vor Schluss auf Platz, was denn sonst, drei. Morgen gegen Hagen haben wir das Erreichen unseres Lieblingsplatzes selbst in der Hand.

In der anschließenden Pressekonferenz für die Top 3 Teams entdeckte Alexander seine Stärke für öffentliche Auftritte. Der SK Doppelbauer Kiel hat in der Sekunde einen offiziellen Pressesprecher erhalten. Die Pressekonferenz soll auf der Facebook-Seite der DSJ zu sehen sein.