In Runde 5 schrammten unsere Doppelbauern knapp am Sieg vorbei. Von den Einstellungen und dem schwachen Auftritt gegen Magdeburg war nichts mehr zu sehen.

Das erste Brett, Alexander, war mal wieder als Erster fertig. In einer nicht zu verstehenden Partie kam ein nicht verständliches Remis heraus. Diese Partie lässt sich gar nicht kommentieren bzw. man müsste beinahe jeden Zug kommentieren. Für psychisch labile Schachspieler ist diese Partie nicht zu empfehlen, für alle anderen bietet sie viel Unterhaltung und noch mehr Verwirrung. Nach Alexanders Remis ging es der Brettreihenfolge nach weiter. Erst musste Mats und dann auch noch Magnus die Waffen strecken. Überspielt wurden sie beide nicht, aber die Gegner hatten wohl ein wenig mehr Punch.

Das relativ schnelle 2,5:0,5 gegen uns wirkte sich aber nicht auf die noch spielenden Doppelbauern aus. Lukas taktierte und tauschte zwei Leichtfiguren gegen einen Turm und drei Bauern. Materiell und objektiv besser, musste er aber irgendwie seine Türme vor seine acht Bauern bringen. Julian trickste bereits im ersten Zug und eröffnete erstmals mit c6 gegen e4. Damit überraschte er seine Gegnerin derart, dass er frühzeitig in eine vorteilhafte Stellung kam. Moritz eröffnete solide und guckte sich die Schachkünste seines Gegners erst einmal an.

Irgendwann verkürzte Julian dann ungefährdet und mit schönem Angriffsschach auf 1,5:2,5. Julian hätte seinen Angriff noch mit einer schönen Mattkombination krönen können. Er wählte aber einen etwas langsameren, aber soliden Weg zum Sieg. Lukas' Stellung machte weiter Hoffnung, denn mindestens das Remis schien sehr sicher. Moritz sah genug von seinem Gegner und graste einfach mal einen Bauern ab. Zu diesem Zeitpunkt konnte der Rückstand eventuell in einen knappen Sieg umgewandelt werden. Die Hoffnungen waren jedenfalls da.

Scheinbar litt Lukas für ein paar Züge wieder unter seiner partiellen Schachamnesie, so dass er die sicher geglaubte Stellung verschenkte und die Niederlage besiegelt war. Moritz betrieb aber noch Ergebniskosmetik und stellte abgezockt auf 2,5:3,5.

Insgesamt war die Niederlage sehr, sehr ärgerlich. Aus den drei Verlustpartien hätte es auch den einen oder anderen Punkt geben können. Somit rutschen wir in der Tabelle ein wenig ab und wir können zu unserer Paradedisziplin, den Kampf um Bronze, übergehen. Porz und Magdeburg werden den Titel wohl unter sich ausmachen und der Kampf um unseren Platz 3 wird noch einmal spannend. Heißeste Anwärter neben uns sind Hagen, Lübeck, Brackel und Karlsruhe.

Brackel (Dortmund) können wir jetzt schon aus dem Weg räumen, denn die Partien gegen Brackel sind gerade am laufen.