Aufgrund des erfolgreichen Stichkampfes gegen Halle musste die offizielle 1. Runde der Jugendbundesligasaison 18/19 auf den 27.10. verlegt werden. Die 1. Runde hatte es sich mit dem HSK gleich in sich. In der Vergangenheit war es immer ein hart umkämpftes Aufeinandertreffen, das meist über das Treppchen mitentschied. Durch die Altersabgänge von Alexander, Lukas und Mats und die Neuzugänge von Keyvan, Emil und Julian sollte der HSK in dieser Saison nicht der Gradmesser sein. Nichtsdestotrotz und sicherlich auch aufgrund der vergangenen Ergebnisse waren 6 sehr starke Hamburger zu Gast. Nach anfänglichen Kommunikationsproblemen und einem vermissten Schlüssel ging es mit ein wenig Zeitnachteil für uns los. Die 6 Doppelbauer haben den Zeitabzug und die Aufregung des fehlenden Schlüssels auf den Bretter nicht sehen lassen und kamen gut aus den Eröffnungen. Allerdings war Julian Steinbach zu engagiert und versuchte den Sizilianer seines Gegners schnell mit f4 und f5 anzurennen. Im späteren Verlauf stellte sich das als zu übereilt heraus. An Brett 1 glich Magnus mit Schwarz sehr schnell im Spanier aus. Julian R. trug einen überzeugenden österreichischen Angriff gegen die moderne Verteidigung vor. Moritz ging aus seinem Slawen leicht in Vorteil. Bei Keyvan sah es ebenfalls gut aus, da er sichtbar in seine Vorbereitung kam und auch Emil überzeugte mit seinem Grünfeld-Inder.

Nach einiger Zeit musste Julian S. für seine übereilten Eröffnungszüge büßen. Sein Gegner nutzte Julians Eröffnungsschwächen gezielt aus und punktete. Währenddessen drehte sich das Blatt zu Gunsten Hamburgs. In einer deutlich besseren Stellung spielte der andere Julian die falsche Zugfolge und statt dem vollem Punkt nahe zu kommen, war sein Verlust nicht mehr abzuwenden. Und auch Moritz übersah einen tödlichen taktischen Schlag und muss sich ärgern, dass er durch eine zweizügige Kombination seine traumhafte Stellung verschenkte. Magnus wickelte solide ins Endspiel ab und trotz seines passiveren Königs konnte er locker einen halben Punkt holen. Keyvan, der hervorragend vorbereitet war, spielte schnörkellos, aber erfolgreich. Nachdem er die schwarzen Damenbauern fixierte, strich er einen gewinnbringenden, gedeckten Freibauern auf a6 ein, so dass das Turmendspiel nur noch Formsache war. Und an der Form ließ Keyvan keine Zweifel. Emil hielt auch im Mittelspiel lange mit, aber machte an ein paar Stellen zurückhaltende Züge, so dass sein Gegner einen Bauer einheimsen konnte. Dieser Bauern entschied in einem Läufer gegen Springer-Endspiel dann auch die Partie.

Im Ergebnis haben die favorisierten Hamburger gewonnen. Dennoch hätte sich der HSK nicht gegen ein 3:3 oder ein knappes 3,5 für uns beschweren können. Der Abgang der „alten Hasen“ wird somit lustvoll und ambitioniert substituiert.

 

Partie von Moritz, nach c:d5 erlangt Weiß gewinnbringenden Vorteil... Zuvor hätte statt Ld6, welcher den Turm von e5 vertreibt, Te8, mit Drohungen gegen die schwache Grundreihe, Moritz gutes Spiel versprochen.

Partie Moritz