Wie die erste Herrenmannschaft in der Landesliga, führt auch die erste Jugendmannschaft die Tabelle in der Jugendbundesliga an. Wenn vier Erfolgsgaranten der Herren auch gleichzeitig zur Stammmannschaft der Jugendbundesliga gehört, dann ist das sicherlich auch nicht verwunderlich.

Nach dem 6:0 Auftaktsieg in Delmenhorst, war es an diesem Wochenende gegen Weiße Dame Hamburg zum Erfolg doch ein ganzes Stück Arbeit.

Nach Ablauf der ersten Stunde sah es allerdings noch sehr vielversprechend aus… Bis auf Alexander an Brett 1 standen alle Doppelbauern besser. Zwar stand Alexander nicht auf Verlust, aber mit Weiß hätte er sicherlich eine angenehmere Position nach der Eröffnung angestrebt. Derweil stand Julian aber schon sowas von auf Gewinn, auch wenn sein Gegner das in der Analyse noch immer nicht anerkennen wollte. Aber wenn man nach 8 Zügen -2,5 steht, dann ist das definitiv nicht gut! Dieser Vorteil reichte Julian selbstverständlich, um den ersten Punkt für uns einzufahren. Ein Brett dahinter half Keyvan aus. Der an diesem Tag wie ein alter Hase aufspielte. Er tauschte bei viel besserer Bauernstruktur alles bis auf sein Läuferpaar und ging ganz einfach auf die Jagd nach den schwachen Bauern des Gegners. Keyvans sehr schöne und beeindruckend abgeklärte Partie bescherte die 2:0-Führung.

Ab dann wurde es zunächst unklarer und die Hamburger fingen an uns zu ärgern. Mats, auf den ein „Scheinangriff“ zurollte, kassierte schnell einen Bauern ein und stand hervorragend. Aber zum Schluss war es dann Mats, der um das Remis kämpfte, als er den Angriff seines Gegners scheinbar unterschätzte. In der Zwischenzeit remisierte Emil. Bei seinem Jugendbundesliga-Debut sah es bei Emil lange Zeit sehr gut aus bis das Spiel langsam verflachte. Das Remis war an dieser Stelle verdient. Mats zeigte, mittlerweile mit Minusbauer, dass er Turmendspiele beherrscht und rettete mit einem Remis schon einmal den sicheren Mannschaftspunkt.

Der Boss an Brett 1 entzerrte langsam seine Stellung und brachte nun doch seine Stärke aufs Brett. Erst sackte er im Endspiel einen Bauern ein und gewann dann anschließend. Fehlt noch Lukas. Lukas stand frühzeitig gut und verbesserte seine Stellung Zug zu Zug. Nach langer Verteidigung war Lukas‘ Druck doch zu groß für seinen Gegner, so dass am Ende ein deutlicher 5:1 Sieg herauskam. Rückblickend haben wir nach guter Anfangsphase den Hamburgern aber noch ein Hintertürchen gewährt. Im Heimspiel am 3.12. gegen den HSK müssen wir noch souveräner werden. Mit der überraschenden Niederlage in Runde 2 wird der HSK uns an diesem Tag mit Sicherheit gut vorbereitet erwarten.