Am letzten Wochenende hatte die zweite Mannschaft TuRa Harksheide zu Gast. Beide Mannschaftskämpfe hoch gewonnen, die mit Abstand beste Aufstellung: Unsere Gäste waren die deutlichen Favoriten und sind auch der Favorit für den Aufstieg in die Landesliga. Also wäre eine Niederlage zu verschmerzen, das Ziel war, so gut wie möglich gegenzuhalten. Denn in der letzten Saison konnten wir tatsächlich zwei Manschaftspunkte gegen TuRa holen. Zugegebenermaßen waren unsere Gäste damals nur zu sechst, aber ein bisschen Hoffnung konnte man durchaus in den Kampf mitnehmen.

Die Vorzeichen waren allerdings nicht besonders gut: Während die Nordestedter mit acht an nahezu allen Brettern DWZ-stärkeren Spielern erschienen, fiel unser Brett 6 kurzfristig aus. Also auch noch mit 0-1 hinten, gegen die ohnehin favorisierte Mannschaft. Ein Blick auf die Bretter machte allerdings erstaunlicherweise etwas Hoffnung. Ich an Brett 1 hatte eine vorbereitete Variante aufs Brett bekommen und konnte relativ schnell ausgleichen. Marthe hatte eine unklare sizilianische Stellung, während Kenneth, wie er mir nach der Partie mitteilte, um den zwölften Zug alles erreicht hatte, was er wollte, und bald sogar etwas besser stand. Gunnar an Brett 4 hatte zwar 200 DWZ weniger, dafür aber nach dem mutigen Vorstoß der g- und h-Bauern in einem Sizilianer bald eine deutlich bessere Stellung. Joachim hatte nach einer Kombination seiner Gegnerin einen Läufer und einen Bauern gegen einen Turm in einem damenlosen Mittelspiel, dafür aber mit dem Läuferpaar und besser entwickelten Figuren einige Chancen gegen den in der Mitte steckengebliebenen weißen König. An den letzten beiden Brettern hatte David eine relativ solide Stellung erreicht, während Emil leicht besser stand.

Meine Partie endete relativ schnell mit einer Zugwiederholung und daruffolgendem Remisschluss. Während Marthe ins Hintertreffen geriet und Kenneth ein schwieriges Endspiel verteidigen musste, hatte Gunnar eine sehr gute Stellung erreicht. Nach einer Kombination, bei der er eine Qualität gab um seinen Freibauern durchzubringen, hätte er noch eine Folge aus zwei Zügen finden müssen, nach der er relativ klar auf Gewinn gestanden hätte. Er übersah dies aber und landete in einer hoffnungslosen Stellung mit Minusqualität, die er dann auch bald verlor. Joachim hatte ebenfalls eine Kombination begonnen, opferte dabei eine Figur, musste kurz darauf aber einsehen, dass weiß mit einem Mehrturm verblieb. Also lagen wir 0,5-3,5 hinten und es geschahen keine allzu großen Wunder mehr: Marthe verlor nach einem langen Kampf, Kenneth bestätigte, dass alle Turmendspiele remis sind, David konnte erst ausgleichen und dann im Springerendspiel seinen Gegner austricksen während Emil nach einigen Verwicklungen eine Figur und kurz darauf die Partie gewann.

Somit unterlagen wir am Ende mit 3-5, mit Blick auf die Bretter 4 bis 6 wäre vielleicht sogar etwas mehr möglich gewesen. Dennoch war es eine gute Leistung, zu siebt gegen die aktuell die Liga dominierende Mannschaft immerhin drei Brettpunkte mitzunehmen. Im nächsten Spiel gegen Segeberg II haben wir dann gute Chancen, wieder einen Sieg einzufahren.

Magnus