Bei der Norddeutschen Vereinsmeisterschaft U16 konnte die Mannschaft um Magnus Arndt, Emil Günther, Julian Steinbach und Robin Jüngerich deutlich über ihren Erwartungen spielen. Leider ging es schon einen Tag vor Abfahrt, Dienstag, schon nicht so gut los, als unser Brett drei aus kurzfristigen unvorhersehbaren Gründen ausfiel. So musste ein Ersatz gefunden werden. Julian erklärte sich glücklicher Weise bereit knapp einen Tag vor Abfahrt mitzuspielen.

Am Mittwoch begaben wir uns dann auf die ewige Reise nach Greifswald. Ein paar Umstiege und ein paar Regionalbahnen und wir sind da. Wir begaben uns um 13:30 auf die Reise und waren dann schon um 19:30 da. Auf dem Weg trafen wir in Lübeck die Lübecker Mannschaft und hatten so einige Reisebegleiter. Neben vielen Schachpartien und einen Wettkampf, welchen wir natürlich klar gewannen, wurden Rätsel gelöst oder vieles mehr. Angekommen wurde dann schnell gegessen, sich angemeldet und die Zimmer bezogen. Dass das Betten beziehen schwer ist, wusste ich ja schon, aber dass es so schwer ist wusste ich nicht, aber man lernt bei Schachturnieren auch nicht schachliche Dinge! Nach der Betreuerversammlung stand dann auch unserer erster Gegner fest: Kreuzberg. Nominell stärker, aber schlagbar. Am nächsten Tag saßen wir pünktlich an den Bretter, aber auf der Gegnerseite fehlte ein Brett. So lagen wir schon mal 1-0 in Führung. Es folgten noch weitere 1,5 Punkte und so war die erste Überraschung geschafft. Wir haben gewonnen! Daraus folgte ein weiterer stärkerer Gegner: Uelzen. Gegen diese fuhren wir leider eine klare Niederlage mit 0,5-3,5 ein. Natürlich wollten wir das nicht auf und sitzen lassen und erreichten gegen Stade ein 2-2 unentschieden. Gegen Platz 4-6 der Setzliste konnten wir so schon 3 Mannschaftspunkte sammeln, aber der Mannschaft war das nicht genug. In der vierten Runde folgte dann wieder ein starker Gegner Lehrte. Auch hier sollte wieder gepunktet werden. Ein Unentschieden stand am Ende. So ging auch der Freitag sehr erfolgreich zu Ende. Wie man die vier aber kennt, sollte hier aber kein Schluss sein. Also musste auch Eintracht Berlin mit einer 2,5-1,5 Niederlage daran glauben. Nach dem alle Spieler dann gepunktet hatten war der Siegesdurst unserer Jungs natürlich immer noch ungebrochen. So wurde USV Halle dann gleich mit 3,5-0,5 besiegt. So standen wir nach sechs Runden mit 8-4 Mannschaftspunkten und relativ weit oben in der Tabelle, aber wenn es gut läuft, kommen natürlich starke Gegner und so lief die letzte Runde leider nach einem sehr guten Start nicht so gut. Zwar konnte Emil schon nach 30min einen ganzen Turm mehr verzeichnen, aber leider mussten Robin und Julian bald die Segel streichen, konnten sich aber trotzdem gegen ihre 500 bzw. 900 Punkte stärkeren Gegner sehr gut behaupten. Leider konnte auch Magnus seinen guten Vorteil nicht ganz verwerten und verlor leider so auch. Schade, da der Sieg und das Unentschieden nicht weit weg waren, aber trotzdem haben die vier Jungs deutlich über ihren Leistungen gespielt und insgesamt ein DWZ-Plus von ca. 4000Punkte gemacht. Unser Topscorer Emil konnte ganze 5/7 holen, obwohl seine Gegner im Schnitt deutlich mehr DWZ hatten. So konnte er die Aussage seines Gegners aus der sechsten Runde bewahrheiten: „Mein Gegner hat wie 2400 DWZ gespielt. Ich konnte nichts machen!“ Aber auch Robin und Julian konnten deutlich über ihren Leistungen spielen und gut punkten.

Auch dieses Mal hat es wieder sehr viel Spaß gemacht die Mannschaft zu betreuen und vorzubereiten. Man kann so immer wieder das Potential von unseren Spielern sehen und sich auf die Zukunft freuen.

Finn Petersen – der Betreuer und „Trainer“