Der erste Tag ist vorüber und es lief! Sicherlich ist nicht jeder zu 100% mit sich selbst zufrieden, aber der Teamgeist stimmt, so dass wir erfolgreich aus den ersten beiden Runden gingen.

Dabei war der Start aber etwas holprig. Lange sah es gegen Erlangen nach dem geplanten 5:1 Erfolg aus. Alexander spielte seine Partie solide herunter und verbesserte immer mehr seine Stellung bis er schließlich punktete.

Mats Kingsbambit schien lange aufzugehen. Das ganze Mittelspiel über stand er besser bis er in Zeitnot seine gute Stellung samt Partie verdaddelte. Dass Julian nicht in Topform ist, war schon beim Blitzen am Abend zuvor zu spüren. Und auch auf dem Brett tat er sich schwer. Dafür hatte Lukas schnell eine gewonnene Stellung. In einem Tum-Läufer-Endspiel wollte er aber nicht mit seinen zwei verbundenen freien Mehrbauern gewinnen und beschloss mit dem Remis den Mannschaftserfolg zu sichern. Kenneths Stellung war sehr kritisch und insgeheim rechneten Giso und ich nicht mehr mit dem vollen Punkt bei ihm. Umso erfreulicher, dass wir uns irrten und Kenneth mit etwas Glück die Partie für sich entschied. Jale spielte seinen Stiefel in der ersten Runde herunter und nutzte einfach die Fehlers seines Gegners aus. Unter dem Strich ist das Ergebnis in der Höhe sicherlich verdient, allerdings ärgerten sich Mats und Lukas ein wenig, dass sie nicht den ganzen Punkt geholt haben.

In Runde zwei ging es gegen unsere alten Bekannten aus Halle. Die letzten Jahre waren die Partien gegen Halle immer unterhaltsam mit dem besserem Ende für uns. Auch dieses Mal sollte es wieder so sein. Für die Vorbereitung mussten 15min für alle Spieler reichen, da der Zeitplan so eng war. Alexander spielte wieder grundsolide und sammelte im Mittelspiel einen gewinnbringenden Mehrbauern ein. Mats Partieanlage war wiedermal lehrbuchhaft. Aber am Ende war es wieder die Zeit und ein paar Ungenauigkeiten, so dass die Partie Remis endete. Julians Gegner mauerte seine Schwerfiguren vor Julians König ein. Optisch sah dies ein wenig merkwürdig aus und unterschätzen durfte er es auf keinem Fall. So kam es auch durch eine kleine Taktik zu einem Dauerschach gegen Julian. In einer Art verzögertem Königsindisch und mit etwas Glück überrannten Lukas' Bauern den weißen König. Anzumerken ist, dass nach 15 Zügen sieben Figuren von Lukas auf seiner Grundreihe standen (nennen wir es modernes Schach...). Bei Kenneth an Brett 5 erwischte mich die Schwarz-Weiß-Blindheit. Was das ist?? Wenn man als weißer mit c3 und anschließendem c4 eröffnet, sprich Sizilianisch mit Weiß spielt. Kurios ging die Partie auch weiter als Kenneth noch mehr Taschenspielertricks rausholte. Ich kommentiere die Partie am besten nicht weiter, denn jeder sollte sich diese einmal anschauen: Kenneths Partie Und Jale? Grandios gepatzt bzw. der Patzer! Nach einem Damenzug nimmt die Dame die letzten Felder seines Läufers, so dass sein Gegenüber den Läufer fangen kann. Aber nur auf Kosten der Königsstellung. Im weiteren Spielverlauf spielte Jales Gegner aber so günstig für Jale, dass er am Ende sogar noch leichte Siegchancen bekam. Letztlich spielte Jale, mit einer Figur weniger, aber die Remisschaukel aus. Damit gingen die zwei Mannschaftspunkte, nach denkwürdigen Kampf gegen Halle, mal wieder an Uns!

Nach dem ersten Tag stehen wir noch mit weißer Weste da. Auch Sasbach und Darmstadt haben ihre ersten Kämpfe gewonnen. Der große Favorit Eppingen hat hingegen schon einen Punkt gegen Porz abgeben müssen. Die Kollegen aus Lübeck hatten ihren Auftakt gewonnen und die zweite Runde gegen Sasbach verloren.

Gerade läuft die dritte Runde an Tisch 1 gegen Darmstadt. Laut Setzliste sind wir leicht favorisiert. Abwarten...